Seide – woran denken wir, wenn wir dieses Wort hören? An schimmernde Eleganz, an einen Stoff, der sich weich und kühl zugleich anfühlt? Seide gilt seit Jahrtausenden als etwas Besonderes – kostbar, edel und tief in der Kulturgeschichte verankert.
Am 28. Mai drehte sich im Konfuzius-Institut ein gesamter Abend um dieses faszinierende Material. Huang Yi, Geschäftsführerin von Chinasilk Germany und ausgewiesene Expertin der Seidenindustrie, gab den Gästen einen lebendigen Einblick in die Geschichte, Herstellung und kulturelle Bedeutung der Seide.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Herstellungsprozess, der mittlerweile voll industrialisiert ist. Ausgehend vom Lebenszyklus der Seidenraupe wurde anschaulich erklärt, wie aus einem zarten Kokon schließlich ein hochwertiges Kleidungsstück entsteht.
Auch die Vielfalt der Seidenarten wurde vorgestellt. Je nach Webart enstehen verschiedene Seidenstoffe. Als besonders kostbar gilt die Seidenart Luo (罗; luó), die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Leichtigkeit und Qualität früher vor allem der kaiserlichen Familie vorbehalten war. Weitere Seidenarten unterscheiden sich in Struktur, Festigkeit und Einsatzbereich – sei es für Kleidung, feine Textilien wie Krawatten oder Waffen.
Die Gäste konnten verschiedene Stoffproben betrachten und berühren und so die besonderen Eigenschaften der unterschiedlichen Seidenarten unmittelbar erleben. Zum Abschluss sorgte ein Quiz für viel Spaß und Beteiligung. Als Hauptpreis wurde ein Seidentuch verlost.














Bericht: Handan Yildirim

Neueste Kommentare